Wir sind mit Herz und Leidenschaft dabei

Die Philosophie hinter’m Schindelmatthof BioBergweiderind

Noch für unsere Großeltern war der Sonntagsbraten etwas Besonderes. Man freute sich auf ein gutes Stück Fleisch, liebevoll zubereitet. Nicht jeden Tag gab es Fleisch oder Wurstwaren, man schlachtete noch auf den Höfen und das gesamte Tier wurde verwertet. So war es nicht unüblich, auch die Innereien wie Nieren und Leber zu essen. Schaut man dem Endverbraucher heute auf den Teller, so sieht man dort fast nur Steak, Braten und Schnitzel. „Arme Leute“-Essen wie eben Innereien sind nahezu vom Speiseplan verschwunden, da man heutzutage auch die „guten“ Teilstücke des Nutztieres zum günstigen Preis erstehen kann.

Das Ergebnis dieser Entwicklung ist, dass nur noch rund 50% eines Nutztieres nachgefragt werden.

«Noch für unsere Großeltern war der Sonntagsbraten etwas Besonderes...»

In den Augen vieler Verbraucher galt Fleisch als ein gutes, gesundes und lebenswichtiges Nahrungsmittel. Durch diverse Skandale wurde das Vertrauen in die Lebensmittelindustrie und vor Allem die Fleischproduktion stark erschüttert. Und dennoch sinkt der Fleischkonsum kaum: In Deutschland werden pro Kopf und Jahr insgesamt etwa 60kg Fleisch verzehrt, davon knapp ein sechstel Rindfleisch.

Wie kommt das? Die Industrialisierung bedingte eine entscheidende Veränderung in der Fleischproduktion. Durch die konventionelle Massentierhaltung, aus der rund 98% des konsumierten Fleisches stammen, sanken auch die Preise für die teuren Teilstücke.

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Weniger ist mehr – Fleisch aus tiergerechter ökologischer Landwirtschaft Bergweiderind

Wir haben uns mit Herz und Leidenschaft der Nutztierhaltung, auf unserem Hof durchschnittlich rund 100 Rinder, verschrieben. Im ökologischen Landbau und der ökologischen Viehzucht ist es uns ein Herzensanliegen, die Wertschöpfung der Nutztiere wieder zurück in die Köpfe der Verbraucher zu bringen. Das Bergweiderind ist für die Erhaltung der charakteristischen Schwarzwälder Kulturlandschaft unabdingbar. Das heutige Landschaftsbild – der Wechsel von Wiesen und Wäldern mit seiner Artenvielfalt – sind das Ergebnis Jahrhundertelanger bäuerlicher Bewirtschaftung.

Unsere Rinder tragen einen entscheidenden Beitrag dazu, denn ohne den Wiederkäuer, welcher sich von Kräutern und Gräsern – nicht von Getreide – ernährt, wäre die Offenhaltung der Landschaft nicht möglich.

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Ökologische Landwirtschaft aus Überzeugung

Wir sind Überzeugungstäter der ökologischen Landwirtschaft – wir wirtschaften nach Verbands-Bio-Richtlinien.

Ökologie beschreibt die Wechselbeziehungen zwischen Lebewesen und natürlicher Umwelt. So versuchen wir möglichst sorgsam und nachhaltig mit unserer Umwelt umzugehen. Unser Ziel ist es dabei, unser Fleckchen Erde so zu verlassen, wie wir es anvertraut bekommen haben. Dabei ist noch nicht alles perfekt, aber wir versuchen es Schritt für Schritt zu verbessern.

Wie?  Mit den unterschiedlichsten Maßnahmen. Hier ein kleiner Auszug:

  • Ökologische Bewirtschaftung unserer Wiesen, Weiden und Wälder (ca. 70 Hektar)
  • Wir wirtschaften pestizidfrei, ohne chemisch-synthetische Düngemittel und im geschlossenen Kreislauf
  • Unser Hof wird zu 100% mit Strom aus regenerativen Energiequellen versorgt; darüber hinaus produziert eine Photovoltaikanlage auf unserem Ökonomiegebäude Strom für unseren Eigenverbrauch und zur Einspeisung ins Netz (insgesamt mehr, als wir selbst benötigen)
  • Ausstattung unseres Altgebäudes mit neuen Fenstern
  • Beheizung des Gebäudes mit Hackschnitzeln aus dem Restholz unserer Wälder
  • Auch eine nachhaltige Forstwirtschaft ist wichtig: wir schlagen durchschnittlich weniger Holz ein, als jedes Jahr nachwächst
  • Unsere Tiere befinden sich im Frühjahr, Sommer und Herbst auf den Weiden

Durch die Direktvermarktung ist es also unser Ziel, Fleisch von Rindern aus ökologischer Landwirtschaft zu liefern, welche Zeit Ihres Lebens eine tiergerechte Haltung mit hoher Wertschätzung erfahren konnten. Die Wertschätzung geht für uns damit aber über das Leben hinaus: 100% eines Tieres werden verwertet. Das Tier wird erst geschlachtet, wenn es vollumfänglich verkauft ist. Schlund, spezielle Knochen usw. bekommt beispielsweise ein örtlicher Hundezuchtverein oder begeisterte Hundehalter.

Solidarische Landwirtschaft

Unser Verkaufskonzept beruht darauf, dass sich unsere Kunden die Partien genau so teilen, wie sie am Rind vorkommen. Das erfolgt durch unsere „Genusspakete“.
Diese beinhalten Bratenfleisch, Suppenfleisch und Beinscheiben sowie Hackfleisch, Steak, Rouladen und Gulasch.

Sie tragen das Konzept daher solidarisch und machen es möglich, dass jedes Teilstück des Rindes verwertet werden kann.
Unsere Kunden und wir unterstützen uns dadurch gegenseitig: Unsere Kunden erhalten bei uns zuverlässig Bio-Premiumfleisch aus tiergerechter Haltung und im Gegenzug sichern sie das Überleben unseres Bauernhofes als lokalen Lieferanten.

Abholung ab Hof – für maximale Transparenz

Die Abholung des Fleisches erfolgt ab Hof. Es ist uns wichtig, dass unser Kunde uns, unsere Rinder und deren Haltungsbedingungen kennt und sich persönlich überzeugen kann. Transparente Landwirtschaft ist heute wichtiger denn je.

Oft bekommen wir die Frage gestellt, wie es für uns ist, die Tiere an die Schlachtstätte zu fahren.
Wir gehen bewusst damit um. Als Tierhalter sehen wir uns in der Verantwortung, ihnen zu Lebzeiten ein tiergerechtes und gutes Leben zu ermöglichen. Der letzte Weg gehört aber eben auch dazu und daher fahren wir unsere Tiere selbst an die Schlachtstätte um sicherzustellen, dass auch dort noch sorgsam mit ihnen umgegangen wird. Die Fahrt an sich ist für unsere Rinder glücklicherweise nicht wirklich mit Stress verbunden, da sie fahren im Anhänger gewohnt sind. Auch während ihrer Zeit auf dem Hof werden sie zu Weiden verbracht, die nicht direkt arrondiert um den Hof liegen und kennen das Prozedere daher. Sie steigen entspannt ein und auch aus.

Fleischer und Landwirt in einer Person

Als gelernter Metzger weiß Thomas, worauf es bei der Fleischqualität ankommt und welchen Einfluss die Aufzucht und Fütterung in seiner täglichen Arbeit als Landwirt darauf hat. Eine erstklassige Qualität – sowohl in der Aufbereitung der Schlachtkörper durch ihn persönlich und der einzelnen Teilstücke, sowie auch in der Fleischqualität an sich, ist dadurch gewährleistet. Auch ein stressfreier Schlachtprozess gehört daher unabdingbar dazu.